FameLab ist ein internationaler Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation, der 2011 erstmals auch in Deutschland ausgetragen wurde. Unter dem Motto Talking Science bringt FameLab Wissenschaftler auf die Bühne, die ein besonderes Talent dafür haben, ihre Forschung einem öffentlichen Publikum von Laien zu vermitteln; kurz, unterhaltsam und verständlich.
Drei Minuten Zeit haben sie auf der Bühne, um Publikum und Fachjury zu überzeugen. Zur Präsentation ist nur erlaubt, was am Körper getragen werden kann – sei es ein Kontrabass, ein aufblasbarer Delphin oder die Hasenkopf-Pantoffeln der kleinen Schwester; alles schon da gewesen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Teilnehmen können junge ForscherInnen ab 21 Jahren aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Informatik, Mathematik, Medizin und Psychologie. Die Fachjury setzt sich aus prominenten VertreterInnen der Bereiche Forschungsförderung und Medien zusammen.
Anfang 2013 fand FameLab zum dritten Mal in Deutschland statt mit Regionalentscheiden in sieben Bundesländern: Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg/Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig Holstein. Die Gewinnerinen und Gewinner aus jeder Region nahmen am großen FameLab Germany-Finale in Bielefeld teil.
Zu gewinnen gab es neben öffentlicher Aufmerksamkeit für das eigene Forschungsgebiet und Erfahrung in dessen Präsentation Geldpreise (300 € bzw. 200 €) sowie die Teilnahme an einer exklusiven 2-tägigen „Masterclass Wissenschaftskommunikation“ in Berlin und am internationalen Famelab-Finale beim Cheltenham Science Festival (UK).
Die Finalistinnen und Finalisten 2013 in Bielefeld
International wird es danach. Außer in Deutschland laufen FameLab-Wettbewerbe in 20 weiteren Ländern auf der ganzen Welt; mit dabei natürlich das FameLab-Mutterland Großbritannien. Bei einem der größten Science-Festivals weltweit, dem Cheltenham Science Festival, messen sich die FameLab-Gewinner aller teilnehmenden Nationen im Kampf um die internationale FameLab-Krone.
Iris Kröger, 2. Platz FameLab 2012, sagt über ihre Teilnahme:
Als ich die Teilnahme-Bedingungen zu FameLab gelesen habe, dachte ich: "ups - nur 3 Minuten Zeit??? Was kann man denn schon in nur 3 Minuten erzählen?!" Aber ich habe festgestellt, man kann so einiges in 3 Minuten verpacken.
Es war auf jeden Fall eine gute Übung - und der Wettbewerb hat sehr viel Spass gemacht! Mit den anderen Teilnehmern habe ich mich gut verstanden, wir sind während der Masterclass und dem Finale in Bielfeld richtig zusammengewachsen.
Die Masterclass war wirklich sehr interessant! Insbesondere das Medientraining mit einer Journalistin und einem richtigen Filmteam - jeder der Teilnehmer wurde interviewt und das Resultat dann ausgewertet - war sehr spannend, weil ich so gelernt habe, wie man als Wissenschaftler auf andere wirkt.
Die Krönung war natürlich das Finale in Bielefeld. Ein riesiger Saal, viele hundert Leute und eine bombastische Stimmung! Alles in allem eine tolle Erfahrung, die ich jedem Kreativling empfehlen kann! Meine Vorträge konnte ich übrigens auch noch später gut wiederverwerten - die Arbeit für die Vorbereitung hat sich also doppelt gelohnt."